Alles über Cuckold

In diesem Thread geht es um die Sexualpraktik Cuckold. Was ist Cuckold? Welche Klassifizierung gibt es?

Öffentlich
11. Februar 2009
Alles über Cuckold

In diesem Thread geht es um die Sexualpraktik Cuckold.

  • Was ist Cuckold?

  • Welche Klassifizierung gibt es?


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11. Februar 2009
Wikipedia, Die freie Enzyklopädie... zu Cuckold

Als Cuckold wird vor allem in der BDSM-Szene ein Mann bezeichnet, der in einer festen Partnerschaft oder Liebesbeziehung durch den intimen Kontakt seiner Partnerin mit anderen Männern (sogenanntes Fremdgehen) sexuellen Lustgewinn erlangt. Diese sexuelle Spielart findet sich sowohl bei unverheirateten als auch bei verheirateten Paaren. Dabei kann der Cuckold dominantes, voyeuristisches, masochistisches und/oder devotes Verhalten bevorzugen.

Im englischen Sprachgebrauch ist Cuckold gleichzeitig die Entsprechung des veralteten deutschen Begriffs Hahnrei, also ein Mann, der durch das Fremdgehen seiner Partnerin gedemütigt wird. Mit der Einführung des englischen Lehnworts in die deutsche Sprache findet hier eine Differenzierung zwischen dem klassischen heimlichen Fremdgehen und innerhalb der Beziehung offen ausgelebten sexuellen Vorlieben statt.
Seite „Cuckold“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie.
Bearbeitungsstand: 5. Dezember 2008, 13:07 UTC.
URL: Links nur für Mitglieder
(Abgerufen: 11. Februar 2009, 12:25 UTC)
13. Februar 2009
JOYclub über Cuckolding

*huhu*
Es gibt auch hier, im JC, eine Erklärung zu "Cuckolding".
Bin durch Zufall darauf gestoßen. Ist im Magazin anhängig.
Hab mal kopiert:

*guterbeitrag*

Cuckolding

Die Bezeichnung kommt aus dem englischen Sprachraum und ist keineswegs Ausdruck der heutigen sexuellen Liberalität. Der Begriff ist schon im 16. Jh. nachweisbar und nimmt Bezug ... auf das seltsame Verhalten des Kuckuck-Weibchens, das die eigenen Eier nicht selbst ausbrütet - sondern sie anderen Vögeln unterschiebt. Im Gegensatz zu dieser „tierischen“ Variante findet das echte „Cuckolding“ auf Wunsch des Mannes statt. In einzelnen Fällen kommt die Anregung dazu von der Partnerin, wenn sie weiß, dass der Mann eine devote bzw. masochistische Ader hat ... und sie selbst ausgeprägt dominant ist.

Es handelt sich um eine erotische Spielart, die sowohl von verheirateten wie auch unverheirateten Männern gewünscht und geschätzt wird. Das Cuckolding kann aber nur stattfinden ... innerhalb der festen Partnerschaft oder Liebes-beziehung, wenn beide sich auf diese erotische Spielart geeinigt haben.

Ein Mann ist ein echter „Cuckold“, wenn er in demütiger Haltung sexuelle Lust aus der Tatsache zieht, dass seine Partnerin Sex mit einem anderen Mann hat. Sehr oft entwickelt sich der Mann zum Cuckold, weil er glaubt, dass sein Penis zu klein ist und er seine Partnerin nicht wirklich befriedigen kann. Das ist der Einstieg zur gewollten Erniedrigung. Er leidet lustvoll, wenn der andere Mann gut bestückt ist. So kann er sich in die Vorstellung hineinsteigern, dass der andere Mann ein besserer Liebhaber ist.

Bei vielen Männern sind Cuckold-Phantasien präsent ... ohne dass es zu einer wirklichen Umsetzung solcher Wunschträume kommt. Ist der Mann mehr oder weniger masochistisch geprägt, kann er allein aus der Vorstellung Lust gewinnen, dass seine Partnerin dem anderen Mann vielleicht mehr zugeneigt ist als zu ihm selbst.

Das typische Cuckold-Verhalten darf nicht mit der Praxis des „Wife-Sharing“ verwechselt werden - was oft geschieht. Beim „Wife-Sharing“ handelt es sich meist um dominante Männer, die ihre Partnerin kontrollieren und Macht ausüben wollen. Typische Wifesharer sind zwar nicht eifersüchtig - mögen es im Gegensatz zum Cuckold aber überhaupt nicht, wenn die Partnerin zu anderen Männern eine emotionale Bindung aufbaut.

Auch die Verwechslung mit der „Swinger-Mentalität“ wäre grundfalsch. Swinger leben für den Augenblick, ziehen den Spaß aus der momentanen Genuss-Situation. Ein wirkliches Cuckolding ist dagegen immer langfristig angelegt und funktioniert nur in einer Partnerbeziehung, die im Vorfeld klar vereinbart ist.

Ausprägungen
Den Cuckold gibt es in verschiedenen Ausprägungen:

Das Anfänger-Cuckolding (C1) ist oft nur ein „Rollenspiel“. Der C1-Cuckold empfindet Freude, wenn er seine Frau mit dem anderen Mann teilen und sich diesem (in geringem Umfang) seinen Ideen unterwerfen kann. Er nimmt meist aktiv am Liebespiel teil. Da es ein „Spiel“ ist, gilt die Partner-Konstellation nur für eine begrenzte Zeit. Die Beziehung zu seiner Partnerin ändert sich deshalb nicht grundlegend.

Das fortgeschrittene Cuckolding (C2) ist davon geprägt, dass der Cuckold von seiner Partnerin sexuell bestimmt (kontrolliert) wird. Sie hat 1-2 oder mehr feste Lover und er akzeptiert das ... Sie trifft sich mit ihren Lovern ohne dass er dabei ist. Er hat also keinen Einfluss mehr auf das Geschlechtsleben seiner Frau. Es kommt vor, dass die dominante Frau ihren Partner über größere Zeitstrecken hinweg keusch hält.

Beim totale Cuckolding (C3) ist ein Stadium erreicht, in dem die Frau allein das Sagen hat – sowohl beim Sex wie im Alltag. Sexuellen Kontakt zwischen ihm und seiner Partnerin gibt es nicht mehr. Er lässt sich maximal dominieren – auch von den Lovern seiner Frau ... und genießt das. In manchen Fällen kommt es zu bewusster Fremdschwängerung. In ganz extremen Fällen lässt sich der Cuckold sogar die Hoden operativ entfernen.
Quelle: http://www.joyclub.de/ratgeber/sex/cuckolding.html
edit by mod appleitx

Das ist die Erklärung vom JC.
Ziemlich detailliert und umfangreich, finde ich. Gut gemacht.

*danke* an den JC.

GLG
Micha, von
MausiundMicha *wink*
05. Mai 2009
Übersetzungen Cuckold

Englisch
cuckold (general)

Deutsch
Hahnrei (general)

Französisch
cocu (general)

Italienisch
becco (general) cornuto (general) marito tradito(general)

Spanisch
cornudo (general)

Niederländisch
hoorndrager (general)

Portugiesisch
chifrudo (general) cornudo (general)

Schwedisch
hanrej (general)
25. Mai 2009
Wörterbucheintrag

HAHNREI, m.
1) der mann, dessen ehefrau ungetreu ist. das wort ist nur hochdeutsch, dän. schwed. hanrej ist erborgt ...
2) hahnrei heißt auch eine gehörnte schnecke, murex cornutus. Nemnich 3, 639.
3) in gegenden Niederdeutschlands (Mecklenburg, Pommern, im Göttingischen) führt ferner ein kartenspiel ...

Links nur für Mitglieder
15. August 2009
interessant hmmm

mann lernt nie aus sag ich mir und hoffe das dass bleibt so *zwinker*
die beschreibung von cuckold hat viel von einer einseitig offenen und gewolt dominanten beziehung - nachdenk -
da hier immer nur von männern, die dominiert werden wollen, die rede ist frag ich mich wie es dann umgedreht genannt wird ?

oder ein und das selbe ???????????
16. August 2009
Cuckold Unisex

Der Begriff "Cuckold" ist zwar im Ursprung männlicher Prägung aber gleichfalls auch - dem Inhalt nach - auf weibliche Cuckis anwendbar.
Ich sehe da nichts was dem entegenspricht.
Gerade im Zeitalter der Emanzipation bedürfen diese Begrifflichkeiten einer Renaissance.

LG Rocco
06. September 2009

Sehr aufschlussreich alles. *g*
24. September 2009
karleit komme

Sehr gut erklärt.

vielen Dank.!! *ja*
25. September 2009
...jetzt..

...bin ich auch schlauer danke.

Die Vorstellung das mir z.B. dein Mann dabei zusieht wie wir uns vergnügen, finde ich sehr spannend. Umgekehrt kann ich im Moment nicht sagen da ich Single bin, aber dazu braucht es auf jeden Fall den richtigen Partner, das steht schon mal fest.

Hört sich aber nach `ne Menge Spaß an.
05. Oktober 2009
interessant...

der begriff cuckold war mir ehrlich gesagt neu, aber was man darunter versteht wurde bestens erklärt, interessant!
werde wohl bald mal den club in plauen besuchen müssen...
lg
14. Oktober 2009
Auch von mir ...

... ein paar Sätze zu meinem Verständnis von Cuckolding.
Der Cucki hat ein Recht auf das eigene Leiden

Ich stelle fest, dass „Cuckolding“ häufig gleichgesetzt wird mit der Suche eines „Bull“! Die Folge ist, dass sich häufig nur notgeile Ficker melden.
Der Kick für alle Beteiligten liegt jedoch gewiss darin, dass der „Cucki“ – vielleicht nur in passiver Form – mit einbezogen wird. Je nachdem was abgesprochenen wurde kann dies durchaus heftig und handfest ausfallen.
Erst dadurch entstehen Situationen, die einer subtilen Spannung Rechnung tragen. Es entfaltet sich der Reiz dieser wirklich geilen Spielart für die Genießenden wie auch für den „Leidenden“, und dieses Gefälle soll ja erlebt und gelebt werden.
Wenn es an der Fähigkeit fehlt, ein entsprechendes Vorgespräch zu führen, wenn nur das notgeile Kopfkino das Denken beherrscht, dann wird nichts daraus. Meine Erfahrung beschränkt sich auf wenige Ausnahmen.
Leider geht es in entsprechenden Foren hauptsächlich um den simplen Geschlechtsverkehr und das Zusehen dabei, wenn der reale Kontakt überhaupt zustande kommt.
Ich lese in vielen Beiträgen, dass letztendlich der „Lover“ kneift und das glaube ich auch.
Könnt ihr euch vorstellen, wie viele fakende „Paare“ mich bereits genervt haben?

Harry
14. Oktober 2009

Der Cucki hat ein Recht auf das eigene Leiden
Ein sehr guter und passender Einwurf.

Die meisten Lover haben wirklich nur den Verkehr im Sinn und verschwenden nicht den geringsten Gedanken daran, sich einmal mit den Inhalten des Cuckolding zu beschäftigen.

Auch wir haben uns damit abgefunden, besser "wir mussten uns damit abfinden", ganz klar!

Wir sind bereits weit davon weg zu glauben wir könnten je den richtigen Partner für unsere Beziehung finden. Somit konzentrieren wir uns auf des Wesentliche und bemühen uns eher den Lover "auszubilden".

Anders macht das für uns keinen Sinn mehr!

Wenn es an der Fähigkeit fehlt, ein entsprechendes Vorgespräch zu führen, wenn nur das notgeile Kopfkino das Denken beherrscht, dann wird nichts daraus.
Und genau hier trennt sich die Spreu vom Weizen!

Natürlich finden auch wir es geil einfach mal einen potenten Lover 500km anreisen zu lassen, nur um Trixie eine schöne Nacht zu bereiten und ihre Bedürfnisse zu befriedigen. Machen wir auch. Dabei ist es mir auch völlig egal ob er jemals was von Cuckolding gehört hat oder ob ich dabei sein darf oder nicht.
Mein Hotwife achtet da schon drauf, dass ich nicht vergessen werde.

Aber eine Befriedigung, unter dem Hintergrund das der Kerl nix rafft, kann sich für mich nicht einstellen. Das geht dann nur über Gespräche mit meinem Hotwife.

Um ehrlich zu sein. So wichtig ist mir das Verständnis des Lovers auch nicht.

ABER, ER SOLLTE ZUMINDEST WISSEN WIE MAN MIT EINER FRAU UMGEHT!

Und das wissen 60% der Männer nicht ansatzweise!
(Das war jetzt nicht geschätzt. Das ist das Verhältnis IHRER Unzufriedenheit zur Zufriedenheit.) Und das das aus meiner Sicht noch schlechter ausfällt dürfte logisch sein.

Und ich glaube nicht das wir extreme Vorstellungen oder Bedürfnisse haben.

LG Rocco
13. November 2009
Ja...

...lieber Rocco, das ist schon wahr: Nichts ist ernüchternder, als wenn ein Liebhaber mit einer Frau "nicht richtig umgehen kann". Wenn der NUR notgeil ist, und sich nicht die Zeit nimmt, oder das Gespür nicht hat, auch die Hotwife notgeil zu machen. Oder umgekehrt, wenn er sich Zeit nimmt, sich Mühe macht und man das Gefühl hat, er spult irgend ein Programm ab um an irgend ein Ziel zu kommen, kommt aber selbst nicht richtig in Stimmung. Da wird auch einem schön geplanten Abend schnell mal ein echter "Abtörner".

Ich weiß nicht, wie es anderen Cuckies geht. Mich erregt vor allem auch das Vorspiel. Diese Situation, wo man mehr und mehr merkt: "Jetzt gleich knallt´s... Gleich werden die vor meinen Augen miteinander vögeln, und es gibt so gut wie nichts mehr, was das aufhalten kann."

Da steckt für mich persönlich mehr Gespür für die Frau und auch mehr Cuckolding drin, als in irgend einem sportlichen, ausdauernden Gerammel...
Aber das gibt es eben nicht oft. Dazu muss es schon richtig gut "passen".

Liebe Grüße!


K.
14. November 2009
Hallo K.,

schön dich hier auch mit deinem Namen ansprechen zu dürfen.

und einen guten Morgen at all.
*wink*


Diese Situation, wo man mehr und mehr merkt: "Jetzt gleich knallt´s... Gleich werden die vor meinen Augen miteinander vögeln, und es gibt so gut wie nichts mehr, was das aufhalten kann."

Ich denke das gilt für alle Begegnungen zwischen Menschen. Es ist der Zauber dieser Begegnung, egal in welchen Konstellationen Menschen zusammenkommen. Im speziellen Thema der beschriebenen dreier Konstellation, kann ich berichten, dass die tollsten Events passieren, wenn wir uns alle Drei auf eine magische, meist nicht genau definierbare Situation, einig sind uns wissen was wir wollen.

Geschickte und offene Menschen packen das manchmal auch bei einer einzigen Begegnung in einem Club oder so, andere Situationen, Persönlichkeiten oder Vorlieben brauchen Vorbereitung druch sichkennenlernen. Die Sessions funktionieren dann zwar gleich, sind aber auch ungleich tiefer.

Da kann/darf dann auch ein körperliches Versagen passieren ohne das der Event gleich kippt, weil der Stress für alle draussen ist.

LG,

Stephan

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